Der Ursprung des Ordens der Erleuchteten liegt weit in der Vergangenheit, in den frühen Jahren Aquiloniens. Der Glanz des stolzen Atlantis war schon lange von der Welt getilgt worden, begraben unter den unerbittlichen Wogen des Meeres. Ein gebildeter junger Mann aus dem ebenso jungen Tarantia war fasziniert von der Geschichte des ‘Versunkenen Kontinents’ und es enttäuschte und grämte ihn, dass es so wenige davon gab.
Eines Tages fasste er den Entschluss, dass es Zeit war die Geschichten über Atlantis aufzuspüren und zu sammeln, auf dass sie der Nachwelt erhalten blieben. Sein Vorhaben wurde verlacht, er selbst für verrückt erklärt. Unter dem Spott seiner Freunde und ohne Hilfe seiner Familie zog er aus Tarantia und Begann seine Wanderung durch Hyboria. Er war Promesus, der Erste des Ordens. Seine Suche nach Erzählungen führte ihn durch Zingara und Argos an die Küste, wo er sich die lebhaftesten Berichte erhoffte - schließlich mussten Überlebende Atlantier dort angekommen sein. Die Welt hatte jedoch wenig Mitleid mit einen ‘wandernden Bücherwurm’. Schon kurz nachdem er die Grenzen Argos’ überschritten hatte gingen Promesus’ Ersparnisse zur Neige und er musste sich als Schreiber auf den Märkten verdingen. Reiche und Arme zahlten gute und schlechte Löhne, um Promesus ihre Listen und Briefe zu diktieren. Schnell fand sich Promesus mit Aufträgen überschüttet, denn er pflegte in alter Gewohnheit beim Diktat lediglich schnell mitzuschreiben, um dann in Ruhe eine saubere Abschrift anzufertigen.
Mit Federkielen aus Gold und feinster argosischer Tinte schrieb er für die Mächtigen des Landes, gut bezahlt für seine Dienste und sein Schweigen. Promesus fand sich bald mit einer Sammlung der verschiedensten Lebensgeschichten und kleinen Weisheiten. Er erkannte, dass Atlantis nicht allein ein Wunder darstellte, dessen Erinnerung es zu bewahren galt. Die Wunder der Verschiedenheit der Menschen begannen ihn in seinen Bann zu ziehen und er arbeitete Tag und Nacht. Schließlich wurde er nachlässig. Ein reicher Kaufmann entdeckte, dass Promesus Abschriften der diktierten und für den Sohn des Kaufmanns bestimmten Handelsbewegungen behalten und daraus ein Muster und den Grund für den Erfolg des Kaufmanns herausgefunden hatte. Der Kaufmann schickte gedungene Mörder. Promesus überlebte nur dank der Warnung eines Freundes, verlor jedoch seine gesammelten Werke, als die Assassinen sein Haus niederbrannten.
Zusammen mit seinem Freund, einem stygischen Schriftgelehrten namens Khonothep, verließ Promesus noch in derselben Nacht das Land Argos und segelte nach Stygien. Dort tauchten sie in der Menge der Gelehrten unter, arbeiteten im Geheimen an der Wiederherstellung ihrer Sammlung. Sie rekonstruierten aus dem Gedächtnis so gut sie konnten und suchten in den Bibliotheken Khemis nach Vervollständigungen und neuem Wissen. Diese Arbeit blieb natürlich nicht unbemerkt und der hohe Rat der Priester verlangte die Herausgabe der gesammelten Werke. Promesus und Khonotep stimmten überein, dass die machtgierigen Mitglieder des Rates keinesfalls ihre gierigen Finger an diese Erkenntnisse bekommen durften. Die Beiden flohen erneut, doch während eines kurzen Aufenthalts in der Stadt Argalun wurden sie in ihrem Versteck von Assassinen des Schlangenkults aufgespürt. Khonotep starb unter den vergifteten Klingen der Mörder, doch sein Opfer ermöglichte Promesus die Flucht.
Nach Wochen der Flucht durch die Länder Argos, Koth und Ophir, Entbehrungen jenseits der Vorstellungskraft der meisten Menschen, doch stets wachsam für neues Wissen, erreichte Promesus wieder Aquilonien. Seine früheren Freunde erkannten ihn kaum wieder, als er nach Jahren wieder den Boden Tarantias betrat. Schweigen und Bitterkeit waren sein Begleiter, als er sein gesammeltes Wissen ordnete und in den Tiefen seiner frisch erbauten Bibliothek verbarg.
Einige Wochen vergingen, dann machte sich Promesus wieder auf die Reise. Er durchstreifte Aquilonien, meist unter falschen Namen, immer noch in Angst vor den Häschern aus Argos und Khemi. Er suchte Gleichgesinnte, Wissenshungrige die nicht vom Glanz eines Stückchens irdischer Macht geblendet wurden. So scharte er die ersten Anhänger des Ordens um sich, die bald statt seiner die Welt durchstreiften. Promesus betätigte sich bald nur noch als Verwalter der geschlossenen Bibliothek in Tarantia und starb schließlich dort in Frieden. Sein Orden jedoch lebte weiter. Die Umsicht der Ordensmitglieder bei der Wahl neuer Anhänger verhinderte zwar ein schnelles Wachstum des Ordens, doch es sicherte gleichzeit sein Überleben.
Erst unter der Herrschaft des Numedides gelang es einem Spion in die heiligen Gewölbe der Bibliothek einzudringen. In aller Eile verpackte der Orden alles auch nur ansatzweise tragbare und floh aus Tarantia in die Weiten der Lacheish Ebenen. Langsame, jedoch stetige Rekrutierung hatte aus dem anfänglich kleinen Zirkel der Erleuchteten einen Orden mit vielen und einflußreichen Mitgliedern werden lassen und so sammelten die Illuminati, was sie aufbringen konnten und errichteten sich ihre eigene Stadt. Für eine Weile ungestört lebten und arbeiteten sie dort, sammelten neues Wissen, suchten neue Anhänger und widmeten sich ihren Wegen. Doch der Krieg kennt keine Gnade. Wissen ist Macht. Und so finden sich die Illuminati, der Orden der Erleuchteten, in diesen Zeit oft an den Fronten wieder, zu verteidigen, was ihre Aufgabe, ihr Leben ist…